Ein Modell mit Bandscheiben. - © Von Tomwsulcer, CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=15006027
Ein Modell mit Bandscheiben. - © Von Tomwsulcer, CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=15006027

Wien. Forscher des Orthopädischen Spitals Speising in Wien sind ihrer Vision, biologisches Zellmaterial als Ersatz für Bandscheiben zur Verfügung zu haben, nach eigenen Angaben um ein gutes Stück näher gekommen. Sie haben gezeigt, dass sich körpereigenes Fettgewebe in Bandscheibengewebe umwandeln kann.

Somit müssten die Stammzellen, die natürlicherweise im Fett vorkommen, nicht mehr mühevoll isoliert werden, hieß es Auch das Aufbringen auf körperfremdes Trägermaterial entfalle, so dass ein vollständig körpereigenes Transplantat möglich werde.

 Bandscheibenzellen

Die Forscher um die Biologin und Orthopädin Claudia Eder haben zugleich auch gezeigt, dass man Stammzellen von Erwachsenen über Jahre hinweg - im Test waren es drei Jahre - in flüssigem Stickstoff bei minus 178 Grad einfrieren kann. Später könnte man sie ohne Qualitätsverlust "auftauen". Daraus ließen sich Bandscheibenzellen entwickeln, die als Basis für ein Implantat dienen könnten.

"Was nach der Geburt schon gängige Praxis ist, nämlich Stammzellen vorsorglich einfrieren zu lassen, ist auch im Erwachsenenalter noch möglich. Theoretisch könnte man also vorsorgen, um später bei Bedarf körpereigene Zellen für ein Implantat zur Verfügung zu haben", so Eder,