Washington. (est) Umweltschutz und gesunde Ernährung zählen zu den best untersuchten Herausforderungen. Auch belegen zahllose Studien, wie die Menschen Nahrungsmittelsicherheit gewährleisten könnten, ohne die Umwelt allzu stark zu belasten. Lebensmittel-Verschwendung blieb in diesem Zusammenhang bisher aber weitgehend ausgespart.

Ein US-Team der University of Vermont hat erstmals zusammengefasst, wie viele Nahrungsmittel die Amerikaner täglich wegwerfen. Ihnen zufolge verschwendeten US-Konsumenten im Zeitraum zwischen 2007 und 2014 jeden Tag fast ein halbes Kilo Essen. Insgesamt landen jedes Jahr 150.000 Tonnen Speisen nicht auf den amerikanischen Tischen, sondern im Müll. Für den Anbau, die Aufzucht und die Herstellung dieser Lebensmittel mussten laut den Forschern 300.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche bebaut, 16 Trillionen Liter Wasser vergossen, 900 Millionen Kilo Stickstoffdünger verstreut und 38 Millionen Liter Pestizide versprüht werden. Das berichtet das Team um Zach Conrad vom US-Department für Landwirtschaft im Fachjournal "Plos One".

Conrad stellte auch fest, dass die Ernährungsgewohnheiten einen Unterschied machen. Überraschend zeigten Vergleiche von Daten aus dem "Healthy Eating Index" der USA mit solchen zur Lebensmittelverschwendung, dass Haushalte, deren Speisepläne viel Obst und Gemüse enthielten, mehr Essen wegwarfen, dessen Wachstum allerdings weniger Land benötigte. Bei jenen, die sich eher von Fast Food ernährten, landete eher die Verpackung als das Essen im Müll, jedoch benötigte ihre Ernährung mehr Fläche und enthielt mehr Pestizide.