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Wien. Die aus Österreich stammende Molekularbiologin Angelika Amon (51) vom Howard Hughes Medical Institute des Massachusetts Institute of Technology in Cambridge im US-Staat Massachusetts erhält einen von vier Breakthrough-Preisen für Lebenswissenschaften. Mit einem Preisgeld von drei Millionen Dollar (2,6 Millionen Euro) gilt die Ehrung als höchstdotierte Wissenschaftsauszeichnung der Welt.

Amon ist den zellulären Ursachen der Krebsentstehung auf der Spur. Sie erforscht an Hefezellen das Phänomen der "Aneuploidie". So werden bei der Zellteilung entstehende Gendefekte bezeichnet, die in fehlenden oder überzähligen Chromosomensätzen bestehen können und für schwerste Erkrankungen (unter anderem Krebs) verantwortlich sind. Mit dem Preis wird ihre Arbeit über die Folgen der "Aneuploidie" auf Zellphysiologie und Tumorentwicklung gewürdigt, teilte die Breakthrough-Preis-Stiftung am Mittwoch mit.

Die Breakthrough-Preise für Lebenswissenschaften ehren wissenschaftliche Durchbrüche, die zu einem besseren Verständnis biologischer Systeme und einem längeren Leben von Menschen beitragen. Die Preise werden am 4. November in Mountain View im US-Staat Kalifornien verliehen. Sponsoren sind unter anderen der Entwickler der Google-Suchmaschine, Sergey Brin, der russische Internetfirmen-Investor Yuri Milner und Facebook-Gründer Mark Zuckerberg.

Angelika Amon, geboren am 10. Jänner 1967 in Wien, studierte an der Universität Wien Biologie und war eine der ersten Studenten am 1988 eröffneten Institut für Molekulare Pathologie. Bei dessen
damaligen Chef Kim Nasmyth machte sie ihre Masterarbeit und in Folge ihr Doktorat (1994).