Die perspektivische Schwankung der dunklen Mareflecken gegen den Mondrand, die "Libration", lässt uns am 14. den Mondnordpol randfern und am 16. das kleine Mare Crisium randnah sehen. Am 20. zieht der Mond in höchster Himmelsbahn in den Zwillingen vom Auf- bis zum Untergang. Der Vollmond vom 21. bringt uns in der zweiten Nachthälfte vom 20. auf den 21. eine leider bei uns nur bis kurz vor Austritt aus dem Erdschatten sichtbare totale Mondfinsternis. Sie beginnt um 4.18 Uhr mit der ersten Spur der Abschattung am linken Mondrand und ist über die Mitte um 6.12 Uhr bis zum Monduntergang um 7.46 Uhr verfolgbar. Am eindrucksvollsten ist sie mit freiem Auge zu sehen. Der Mond steht dabei im Krebs in Erdnähe. Das Letzte Viertel mit wegen der Libration randfern sichtbarem Südpol tritt am 27. in der Waage ein. Tags darauf können wir zufolge der Libration den Fleck Grimaldi möglichst nah am linken Mondrand sehen. Am 30. steht der Mond nochmals im Januar nahe Jupiter und am 31. nahe Venus.

Planetenlauf: Merkur bleibt unbeobachtbar. Venus strahlt niedrig nahe Südosten am Morgen und zieht von der Waage durch den Skorpion und Schlangenträger in den Schützen. Mars steht abends hoch zwischen Süden und Südwesten in den Fischen. Jupiter leuchtet morgens niedrig zwischen Südosten und Südsüdosten im Schlangenträger. Saturn zeigt sich am 27. tief in der Morgendämmerung im Schützen.

Sternschnuppenstrom: der Quadrantiden bis 12., günstig ohne Mond, steiles Maximum am 4. um 3 Uhr mit allerhöchstens 110 Meteoren/Stunde. Die Erde durchfliegt die Raumbahn des Kometen 2003 EH1.

Sternbilderhimmel: Er gilt am 1. um 19.20 Uhr und 26. um 17.41 Uhr und zeigt gleichzeitig das große Norddreieck und das Sechseck um Orion mit den hellsten Sternen am Winterhimmel.

Nähere Infos:

www.astronomisches-buero-wien.or.at oder 01-889 35 410