Quito/Madrid. Erst am Dienstag war die bis vor einigen Jahren auf einer Insel des Great Barrier Reef beheimatete Bramble-Cay-Mosaikschwanzratte offiziell für ausgestorben erklärt worden. Sie war im Jahr 2004 zum letzten Mal gesichtet worden. Einer Riesenschildkröte war bereits vor 100 Jahren dasselbe Urteil widerfahren. Nun wurde auf den Galapagos-Inseln allerdings ein lebendes Exemplar des ausgestorben geglaubten Tiers entdeckt. Das erwachsene Weibchen der Unterart Chelonoidis Phantasticus sei auf der Insel Fernandina beobachtet worden, teilte Umweltminister Marcelo Mata via Twitter mit. Die Entdeckung sei während einer vom Galapagos-Nationalpark und der US-Umweltorganisation Galapagos Conservancy organisierten Expedition gemacht worden.

Unterdessen wurde in europäischen Wäldern eine bisher unbekannte Fledermausart entdeckt. Myotis crypticus, so der jüngste Neuzugang, lebt in bewaldeten Gebieten in der Schweiz, in Italien, Spanien und Frankreich.

53 Arten in Europa

Die Art steht dabei unter "zunehmendem Druck durch den Menschen", schrieb der spanische Oberste Rat für wissenschaftliche Forschung, der die Studie leitete. Bisher sei die Art unbemerkt geblieben, weil Fledermäuse in Europa mit 53 Arten vertreten sind, von denen sich viele aber sehr ähnlich seien. Deshalb brauchte es Erbgutvergleiche, um die neue Art als solche zu identifizieren.

Im Fachblatt "Acta Chiropterologica" stellten die Forscher zudem die neue Art Myotis zenatius vor, die "extrem selten und verletzlich" sei. Diese komme nur in wenigen Höhlen in Nordafrika, in den Bergen des Maghreb vor.