Oldenburg. Die Abnahme der Insektenpopulation ist eines der großen Probleme, der sich die Forschung stellen muss. Denn Insekten sind bei zahlreichen Pflanzenarten unbedingt wichtig für die Bestäubung. Dem Problem will nun ein EU-Projekt Rechnung tragen. Mehr Insekten auf Äckern und Weiden, ist sein Ziel.

Nun soll herausgefunden werden, wie landwirtschaftliche Flächen insektenfreundlicher werden können, ohne dass der Ertrag abnimmt, sagte Dirk Albach von der Universität Oldenburg. Die Forscher wollen Saatgut entwickeln, das viele Blühpflanzen auf landwirtschaftliche Flächen bringt, aber für die Kühe den gleichen Nährwert bietet.

Saatmischungen für Blühpflanzen

"Wir sind jetzt dran, mit den Saatgutunternehmen die speziellen Saatgutmischungen zusammenzustellen", sagte Albach. Hintergrund der Bemühungen ist, dass die Zahl der Insekten wie Wildbienen und Schmetterlinge abnimmt, da es für sie immer weniger Blühpflanzen gibt.

An dem EU-Projekt sind nach Angaben der Uni Oldenburg insgesamt 16 Partner aus sechs Nordsee-Anrainerstaaten beteiligt. Die Leitung liegt demnach beim britischen Game & Wildlife Conservation Trust. Über ein europäisches Programm wird das Projekt mit 4,1 Millionen Euro gefördert. (apa)