Vor einer Milliarde Jahren trennten sich Pflanzen von Tieren in der Evolution. Wir Menschen entspringen vermutlich Ur-Bakterien. Heute teilen wir eine Linie mit den Schimpansen und, auf molekular-struktureller Ebene, unser Erbgut mit allen Lebewesen. Alles Leben auf der Erde ist das Ergebnis einer ungebrochenen chemischen, molekularen und biologischen Evolution. Wissenschafter gehen davon aus, dass selbst Massensterben es nicht gänzlich auslöschen konnten. "Um diese Art von Stabilität zu gewährleisten, mussten sich die Atome und Moleküle nach den immer gleichen Regeln zusammentun und mit der Außenwelt verbinden", sagt Lesch.

Auch Wechselwirkungen zwischen Massen, Kräfte zwischen Teilchen und Wellen zwischen Trägern spielen eine Rolle bei der Strukturierung. "Die Voraussetzung, dass wir überhaupt hier sein können, ist dass das Universum sich nicht permanent verändert und die Naturgesetze überall gültig sind." Der Kosmos steuert Sauerstoff, Wasserstoff und Stickstoff bei. Die Erde dreht sich um die Sonne, der Mond um die Erde und beide um einen gemeinsamen Schwerpunkt, während die Sonne um das Zentrum der Milchstraße kreist. Diese Vorgänge wiederholen sich, weswegen die Erde Jahreszeiten kennt und das Meer Ebbe und Flut. Es gibt sogar Mistkäfer, die ihre Dung-Kugeln mit den Mondphasen drehen.

Auf keinem anderen Planeten können wir so fröhlich Silvester feiern wie auf unserem. Lasst uns anstoßen auf die Erde, dem besten Planeten von allen. Und lasst uns ihn nicht zugrunde richten.