In zahlreichen afrikanischen und asiatischen Ländern haben die Menschen am Sonntag eine besondere Art der Sonnenfinsternis bestaunen können: Dabei schob sich der Mond so zwischen Erde und Sonne, dass er einen leuchtenden Ring frei ließ. Eine solche ringförmige Sonnenfinsternis ist nur etwa alle zwei Jahre und jeweils nur von einem kleinen Teil der Erde aus zu sehen.

Ein wanderndes Phänomen

Zuerst zu sehen war die ringförmige Sonnenfinsternis im Nordosten der Republik Kongo, wo es bereits wenige Minuten nach Sonnenaufgang um 5.56 Uhr Ortszeit (06.56 Uhr MEZ) wieder dunkel wurde. Das Himmelsschauspiel dauerte dort eine Minute und 22 Sekunden - so lange wie nirgendwo sonst. Von Afrika aus wanderte das Phänomen in einem schmalen Streifen über die arabische Halbinsel und Indien bis nach China und Taiwan.

Ihren Höhepunkt erreichte die Sonnenfinsternis über Uttarakhand an der indisch-chinesischen Grenze um 12.10 Uhr Ortszeit. Dort dauerte das Phänomen nur 38 Sekunden.

 In Nairobi verdeckten Wolken teilweise die Sicht auf die Sonnenfinsternis. Trotzdem sei der Anblick "sehr aufregend" gewesen, sagte Susan Murbana von der Organisation "Travelling Telescope", die astronomische Bildungsprogramme für Kinder veranstaltet. Wegen der Corona-Pandemie habe sie zwar in diesem Jahr keine Exkursion organisieren können, sagte Murbana. Dutzende Menschen hätten jedoch an einer Live-Schaltung anlässlich der Sonnenfinsternis in den Internetdiensten Zoom und Facebook teilgenommen.  (apa, dpa)