Der Verein Kuratorium Wald kürt jährlich den "Baum des Jahres". 2021 fiel die Wahl auf die Sommer- und die Winterlinde. Diese spielen in fast jeder Dorfgemeinschaft schon seit Jahrtausenden eine zentrale Rolle, betonte das Kuratorium.

Schon immer galt der bis zu 30 Meter hohe Baum mit breit ausladender Krone als Mittelpunkt des Gemeinschaftslebens und als Versammlungsort auf dem Dorfplatz. Vor allem die Sommerlinde, die bis 1.000 Jahre alt werden kann, wurde von vielen Generationen als Sammelpunkt verwendet und ist Ursprung zahlreicher Gedichte und Volkslieder.

Ein ökologisches Juwel

Die Linde sei ein ökologisches Juwel, wurde betont. Auch Bienen und zahlreiche andere Insekten suchen sie gerne auf. Durch ihre relativ späte Blüte im Juni (Sommer-) bzw. Juli (Winterlinde) liefern Linden der Honigbiene reichlich Nektar, wenn nur mehr wenige andere Blüten in der Landschaft zu finden sind. Der typisch intensive Duft dieser Bäume überträgt sich auf den Geschmack des Honigs und macht ihn zu einer Spezialität. "Durch ein Belassen von Linden an Waldrändern, Alleen oder auf Dorfplätzen kann also auch zum Bienenschutz beigetragen werden", berichtete das Kuratorium.

Gerade in der heutigen Zeit der Klimakrise gelte es, nun vermehrt Lindenbäume zu pflanzen. Per Aussendung wurde die Bevölkerung aufgerufen, dies auf Dorfplätzen, Hügeln, im Garten oder entlang von Straßen zu tun.(apa)