Weitgehend freie Sicht auf die partielle Sonnenfinsternis morgen, Dienstag, verspricht die Wetterprognose der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Überhaupt kein Problem gebe es von Vorarlberg bis Salzburg und Osttirol, Westwind verblase etwaige Nebelfelder in Ober- und Niederösterreich. Nur im Osten und Südosten können Wolkenreste einer abziehenden Kaltfront den Beginn der Finsternis um 11.15 Uhr etwa trüben, teilte die ZAMG mit.

Laut Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie (WAA) ist die partielle Sonnenfinsternis der Höhepunkt des heurigen Astronomiejahrs. In Wien beginnt das Himmelsschauspiel um 11.15 Uhr. Die maximale Bedeckung wird um 12.20 Uhr erreicht. Die Fläche der Sonnenscheibe ist dann zu rund 30 Prozent verfinstert, gemessen am Durchmesser sind es 41 Prozent. Um 13.26 ist das Himmelsschauspiel nach insgesamt zwei Stunden und elf Minuten dann vorbei. Die exakten Zeiten und der genaue Grad der Verfinsterung variieren dabei innerhalb Österreichs leicht.

Die meisten Wolken gibt es den Angaben der ZAMG zufolge am Vormittag in Unterkärnten, der südöstlichen Steiermark, im Burgenland und dem östlichen Flachland, wo auch ein paar Nebelfelder liegen können. Bis Mittag, also rechtzeitig zum Höhepunkt der Sonnenfinsternis, sollten sie aber weitgehend abgezogen sein.

Nächste Finsternis am 29. März 2025

Die Finsternis darf man nur mit entsprechendem Schutz beobachten. Mit freiem Auge braucht man eine Finsternisbrille oder Sonnenfilterfolie, die im astronomischen Fachhandel erhältlich sind. Experten warnen vor "Hausmittel" wie Rettungsdecken, rußgeschwärzte Gläser, CDs oder ähnliches, die keinen entsprechenden Schutz für die Augen bieten.

Bei Neumond steht der Mond von der Erde aus gesehen nahe der Sonne. Durchschnittlich zwei Mal im Jahr verdeckt der Erdtrabant dabei zumindest teilweise die Sonnenscheibe und es kommt zu einer Sonnenfinsternis. Diese ist allerdings nicht überall auf der Erde zu sehen. Bis zur nächsten Sonnenfinsternis in Österreich muss man lange warten, sie gibt es erst wieder am 29. März 2025. (apa)