Einer US-Studie zufolge könnte ein ganzjähriges Verbleiben bei der Sommerzeit Wildunfälle etwas reduzieren. Etwa 2,3 Prozent weniger Zusammenstöße zwischen Hirschen und Fahrzeugen würde diese komplette Umstellung pro Jahr nach sich ziehen, wie ein Forscherteam im Fachblatt "Current Biology" schreibt. Aufgrund der Zeitumstellung im Herbst auf die Winterzeit seien beispielsweise plötzlich mehr Menschen nach Sonnenuntergang auf den Straßen unterwegs.

Dämmerungsaktive Tiere

Direkt in der Woche nach dieser Umstellung kommt es den Forschern zufolge daher sogar zu einem 16-prozentigen Anstieg solcher Kollisionen. Das Risiko einer Kollision hänge davon ab, wie sehr sich die Aktivitäten von Menschen und Hirschen überschneiden. Hirsche und verwandte Tierarten sind dämmerungsaktiv, also vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung unterwegs. Entsprechend kamen Zusammenstöße den Forschern zufolge am Abend nach Sonnenuntergang 14-mal häufiger vor als zwei Stunden vor Sonnenuntergang. Außerdem ist der Herbst die Paarungszeit der Tiere, in der ihre Aktivitäten zunehmen, was die Gefahr von Zusammenstößen ohnehin erhöht. (apa)