Auch im Zentrum der Milchstraße sitzt ein Schwarzes Loch. Hier herrscht allerdings verhältnismäßige Ruhe, denn die Milchstraße ist älter und weniger aktiv als die untersuchte Galaxie. Zudem besitzt "unser" Massemonster keinen Zwilling, mit dem es sich vereinigen kann. "Nur wenn die Milchstraße tatsächlich mit ihrer Nachbargalaxie Andromeda zusammenstößt, könnte das passieren", sagt Husa. Die extrem unwahrscheinliche Explosion einer Supernova in unserer Nähe wäre mit ihren Gammastrahlen eine größere Gefahr für das Leben.

WISSEN

Quasare sind die Kerne aktiver Galaxien und erstrahlen als besonders helles Licht. Sie werden als Außenhülle eines Schwarzen Loches sichtbar, wenn dieses von extrem heißem Gas umgeben ist. Anders gesagt handelt es sich dabei um Schwarze Löcher, in die sehr viel Materie einströmt.

Schwarze Löcher hausen im Zentrum von Galaxien. Ihre Materie ist so stark zusammengepresst, dass nichts ihrer enorm hohen Anziehungskraft entkommt. Sie können etwa aus ausgebrannten Sonnen entstehen und fungieren wie kosmische Staubsauger. Ihre Gravitation ist so stark, dass auch kein Licht nach außen dringen kann, daher sind sie unsichtbar.

Supermassive Schwarze Löcher sind besonders massereiche Zeitgenossen. Sie sind 100.000 Mal massiver als unsere Sonne und befinden sich ebenso im Zentrum von Galaxien.

Galaxien sind eine große Ansammlung von Sternen, Planetensystemen, Gasnebeln, Staub und dunkler Materie, die von der Schwerkraft zusammengehalten werden.

Gravitationswellen entstehen durch Bewegungen von Himmelskörpern - auch dann, wenn zwei Galaxien kollidieren und ihre Schwarzen Löcher verschmelzen. Dabei entstehen kleine Schwingungen in der Raumzeit.

Raumzeit Ihre Existenz wurde von Albert Einstein vorhergesagt und über Gravitationswellen nachgewiesen. Neben Länge, Höhe und Breite ist die Raumzeit die vierte Dimension. Damit bildet sie die Gesamtheit aller Ereignisse. Große Massen können eine Krümmung der Raumzeit bewirken.