Ithaca/Wien. (gral) Ob Riesenteleskope, Sonden oder Raumfähren: Auf der großen Suche nach extraterrestrischem Leben rücken die Weltraumagenturen mit allerhand und immer mehr und besseren Gerätschaften vor. Mittlerweile berichten Nasa oder Esa fast wöchentlich von neuen sensationellen Funden, die Hinweise auf die Existenz von Leben sein könnten. Erst vergangene Woche handelte es sich um den Exoplaneten Gliese 1132b als solch einen Hoffnungsträger.

Aktuell rücken die Astronomen den weit näher gelegenen Saturn-Mond Enceladus ins Rampenlicht. In einem unter einer kilometerdicken Eiskruste verborgenen Wasserozean wollen Nasa-Forscher hydrothermale Aktivität nachgewiesen haben.

Laut Berechnungen von Daten der Nasa-Sonde Cassini beinhalten geysirartige Fontänen, die sich aus der Südpolregion des Saturnmondes brechen, Wasserstoff. Die besonders hohe Menge an Wasserstoff, die die Messungen ergeben haben, sei ein starker Hinweis für hydrothermale Prozesse, die aus einer Interaktion zwischen dem verborgenen Ozean mit Gestein und organischen Verbindungen hervorgehen, schreiben die Forscher der Cornell University im Fachblatt "Science". Die Stoffe werden praktisch an die Oberfläche gepumpt.

Die Ergebnisse, die die US-Weltraumagentur Nasa Donnerstagabend auch im Rahmen einer Pressekonferenz bekanntgegeben hat, beruhen auf Messungen, die während des letzten Vorbeiflugs der Sonde Cassini an Enceladus im Oktober 2015 mit dem Ion and Neutral Mass Spectrometer gemacht wurden.