Sonnenchronik: Der Juni bringt den längsten Tag, gerechnet vom Sonnenauf- bis zum Sonnenuntergang. Anfangs dauert er 15 Stunden 47 Minuten und wächst bis zum 21. bis auf 16 Stunden 5 Minuten. Dann sinkt er bis Monatsende auf 16 Stunden 2 Minuten. Die Bürgerliche Dämmerung endet, wenn die Sonnentiefe 6 Grade erreicht und die ersten Sterne hoch am Himmel sichtbar werden. Mit dem Erreichen der fast vollen Nacht endet die Nautische Dämmerung bei 12 Grad Sonnentiefe und steigt von 1 Stunde 35 bis zum 21. auf 1 Stunde 40 Minuten. Dann sinkt sie bis zum Monatsende auf 1 Stunde 38 Minuten.

Die Sonne erreicht als Wandelgestirn im Tierkreis in Widerspiegelung des Erdumlaufs am 21. um 6.24 Uhr den Anfang des Tierkreiszeichens Krebs - damit beginnt der astronomische Sommer. Im Freiluftplanetarium Sterngarten Georgenberg zieht an diesem Mittag der von der Lochscheibe am Nordpfeiler geworfene Schatten über die letzte Nordwegspange; sie trägt die Aufschrift 21 JUN mit dem Krebs-Symbol.

Mondchronik: Am Abend des 1. zeigt sich ein halb erleuchteter Mond, der im Löwen im Ersten Viertel steht. Die Libration, die perspektivische Schwankung im Anblick des Mondes mit seinen dunklen Ebenen und hellen Bergländern in ihrer Lage zum Mondrand, lässt uns das kleine Mare Crisium weitestmöglich neben dem rechten oberen Mondrand sehen. Am Abend des 3. bedeckt der Mond für Wien um 21.14 Uhr mit seinem dunklen, linken Rand den Stern Gamma in der Jungfrau, (Porrima). Um 22.32 Uhr gibt er ihn am rechten, helle Rand wieder frei. Der Mond ist uns verhältnismäßig nahe, sodass dies für Innsbruck schon um 21.06 Uhr bzw. 22.27 Uhr geschieht. Zur Beobachtung ist ein Fernglas nötig: Für genaue Uhrzeit ist das Astronomische Büro dankbar.

Weitere Sternbedeckungen, also "Sternfinsternisse", für die gegebenenfalls ein kleines Fernrohr nötig ist, finden sich im Österreichischen Himmelskalender 2017 (Zusendeauftrag ist der Zahlungseingang von 14 Euro auf AT61 6000 0000 0790 9948, Astronomisches Büro).

Am 4. steht der Mond bei Jupiter, am 7. bietet die Libration im Fernglas den möglichst randfernen Mondsüdpol. Seine Erdnähe durchläuft der Mond im Skorpion und zum Vollmond wird er im Schlangenträger am 9. Nahe Saturn steht er tags darauf. Am 11. zieht er im Schützen in niedrigster Himmelsbahn vom Aufgang bis zum Untergang.