Der Zwerghai sinkt taumelnd auf den Grund der Tiefsee. Er kann nicht mehr Schwimmen. Jemand hat ihm die Flossen abgeschnitten. Er wird dort unten sterben oder gleich aufgefressen werden. Seine Gattung steht bereits auf der "Roten Liste gefährdeter Arten" der Weltnaturschutzunion (IUCN). Vielleicht ist er der letzte seiner Art.

Artensterben ist Realität und nicht mehr nur eine Vermutung von Wissenschaftlern. Diese gehen in ihren Prognosen davon aus, dass bis zum Ende des Jahrhunderts die Hälfte der Spezies ausgestorben sein wird. Hauptverursacher ist der Mensch mit seiner Gier. Paradoxerweise ist aber auch er der einzige, der das Artensterben aufhalten kann.


Link-Tipps
March for Species Racing Extinction
Oceanic Preservation Society
Rote Liste gefährdeter Arten - ICUN
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Auf perfide Art tötet der Mensch nicht nur aktiv, sondern nimmt den Lebewesen nach und nach ihr natürliches Habitat und verändert durch Umweltverschmutzung die klimatischen Bedingungen derart, dass das Massensterben fast unbemerkt voranschreitet. Der weiße Tod, die Korallenbleiche, ausgelöst durch steigende Wassertemperaturen am Great Barrier Reef in Australien, scheint mittlerweile unausweichlich. Warnsignale von Experten verpuffen ins Leere. Was kann der einzelne schon dagegen tun?

Genau darum geht es im Film "Racing Extinction". Zwar schon im Jahr 2015 gedreht und für einen Oscar nominiert, tourt der Film noch immer um die Welt. Die Betroffenheit jener, die ihn sich auf YouTube oder im Kino anschauen, ist groß. Doch diese nützt nichts, es gilt Handlungen zu setzen.

Tatort: Weltweit

Hinter dem Film steht die US-amerikanische Umweltschutzorganisation "Oceanic Preservation Society (OPS)". Er ist wie eine Doku gedreht, fällt aber in das Genre "Thriller". Ein Plot greift in den nächsten und erzeugt Gänsehaut. Genau das beabsichtigte Louie Psihoyos schon mit dem preisgekrönten Film "The Cove". Wurde in "The Cove" sehr blutig vor Augen geführt, wie brutal tausende von Delfinen, hauptsächlich Große Tümmler in einer kleinen Bucht in Japan geschlachtet werden, zeigt "Racing Extinction", dass der Mord an Tieren tatsächlich den gesamten Globus umspannt. Psihoyos schart ein Vorzeigeteam aus Künstlern und Aktivisten – unter ihnen Elon Musk und Jane Goodall - um sich, um in getarnten Aktionen jene Scheußlichkeit der bewussten und rasanten Massenausrottung von Spezies medial publik zu machen. Die Verbrecher werden jedoch selten überführt.

So geht es beispielsweise um den Genuss von Walfleisch in einem noblen Restaurant in Santa Monica. Als Gäste agierende Undercover-Agenten ordern eine ordentliche Portion zum stolzen Preis von 600 US-Dollar, nehmen aber Testproben davon mit, um sie anschließend zu analysieren. Es muss eindeutig festgestellt werden, dass es sich um eine selten gewordene und vom Aussterben bedrohte Walart handelt. Die Medien bekommen Wind davon und schlussendlich gelingt es mit der Aktion eines einzelnen, dass dieser in schlechtes Licht geratene Gourmettempel schließen muss. Wie schafft er das? Er platziert vor dem Lokal eine Leinwand auf der man sieht, wie sich Wale in ihrer gigantischen Schönheit in ihrem natürlichen Lebensraum bewegen.