Sturm: Der Große Rote Fleck des Planeten Jupiter. - © apa/Nasa
Sturm: Der Große Rote Fleck des Planeten Jupiter. - © apa/Nasa

Miami. Nach dem Überflug der US-Forschungssonde Juno über den Großen Roten Fleck des Jupiters hat die Nasa erste Bilder des Wirbelsturms auf dem Gasplaneten veröffentlicht. "Seit Jahrhunderten haben Wissenschaftler den Großen Roten Fleck beobachtet, gestaunt und Theorien aufgestellt", sagte Scott Bolton, der Leiter der Juno-Mission. "Jetzt haben wir die besten Bilder aller Zeiten."

Die Forschungssonde Juno war in der Nacht auf 11. Juli in einer Höhe von etwa 9.000 Kilometern über dem Fleck, bei dem es sich um einen gigantischen Wirbelsturm handelt, hinweggeflogen. Der Sturm mit einem Durchmesser von 16.000 Kilometern wütet seit Jahrhunderten auf dem größten Planeten unseres Sonnensystems. Die Nasa erhofft sich von den Daten und Bildern Erkenntnisse über die Zusammensetzung und Quellen des Sturms. Die Sonde ist mit Messinstrumenten ausgestattet, welche die dichte Wolkendecke des Sturms durchdringen können.

Bereits seit 1830 wird der Sturm von Astronomen beobachtet. Er ist nach Angaben der US-Behörde möglicherweise mehr als 350 Jahre alt. Juno war vor sechs Jahren von der Nasa auf die Reise geschickt worden. Vor einem Jahr trat die Sonde in die Umlaufbahn des Gasplaneten ein.

Die aktuellen Bilder sind allgemein zugänglich und können im Internet auf www.missionjuno. swri.edu/junocam/processing aufgerufen werden.