Sonnenchronik: Die Verkürzung der Lichten Tage geht nun langsamer vor sich. Die Dauer der Lichten Tage entspricht fast jener der Vorweihnachtszeit mit 9 Stunden 56 am 1. und 8 Stunden 40 Minuten am 30. Die Bürgerliche Dämmerung vom Sonnenuntergang bis zum Erscheinen der ersten Sterne bei 6 Graden Sonnentiefe steigt von 32 auf 36 Minuten. Ebenso wächst auch die Nautische Dämmerung ab Sonnenuntergang bis zum Eintritt der fast vollen Nacht bei 12 Graden Sonnentiefe von 1 Stunde 9 auf 1 Stunde 15 Minuten. Die Sonne als Wandelgestirn im Tierkreis erreicht am 22. um 4.05 Uhr Mitteleuropäische Zeit den Anfang des Tierkreiszeichens Schütze. Im Freiluftplanetarium Sterngarten Georgenberg bei der Wotruba-Kirche in Wien 23 zieht am Mittag dieses Tages die helle Mitte des von der Lochscheibe am Nordmast geworfenen Schattens über die Querspange hoch oben am Schrägmast mit der Aufschrift 22 NOV und dem Schütze-Symbol.

Mondchronik: Am Abend des 1. zeigt sich ein schon fast ganz erleuchteter Mond im Wassermann. Er wird am 4. im Widder zum Vollmond und liefert am nächsten und übernächsten Tag zwei interessante "Sternfinsternisse": Am 5. bedeckt er den Stern Gamma am Maul des Stiers von 19.52 Uhr am Ostrand bis 20.42 Uhr am Südwestrand der Mondscheibe. Am 6. wird in der zweiten Nachthälfte der helle Hauptstern im linken Auge des Stiers, Aldebaran, von 4.14 Uhr bis 4.36 Uhr bedeckt. Dies beginnt und endet am Unterrand der Mondscheibe.

Wegen der strahlenden Helle des fast vollen Mondes braucht es zur Beobachtung ein Fernglas. Das plötzliche Verschwinden und Wiedererscheinen der beiden Sterne überrascht sehr und zeigt die Bewegung des Mondes und das Fehlen einer dämpfenden Mondatmosphäre. Am 8. zieht der Trabant in den Zwillingen in höchster Bahn vom Auf- bis zum Untergang. Im Letzten Viertel steht der Mond am 10. im Löwen und am 13. lässt sich wegen der Libration der Fleck Grimaldi möglichst randnah sehen.

Bei Mars steht der Mond am 15. und nahe Jupiter am 16. und noch am 17., wenn er als zarte Altlichtsichel tief in der Morgendämmerung steht. Das "Altlicht" bezeichnet die letzte sichtbare Phase vor dem Neumond und das "Neulicht" die erste nach dem Neumond. Die feine Neulichtsichel steht am 19. tief in der Abenddämmerung zwischen Südwesten und Westsüdwesten. In der Literatur ist fallweise irreführend "Neumond" zu lesen, aber "Neulicht" gemeint. Dieses bezeichnet den abends beginnenden 1. Tag des jeweiligen Monats im Mondkalender, der in manchen Ländern neben dem offiziellen Kalender nur für religiöse Zwecke verwendet wird.