Gefährdete Tierart

Eine "Allerweltsart", die allerdings zu den gefährdeten Tieren gehört, hat die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde in Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Herpetologie zum "LURCH des Jahres" gewählt: den Grasfrosch. Er ist bräunlich gefleckt und ausgewachsen sechs bis neun Zentimeter lang. Wenn die Temperaturen im Frühling über die Fünf-Grad-Marke steigen, wandern die Grasfrösche von ihren Winterverstecken in die Laichgewässer und gehören damit zu den ersten Amphibien, die sich nach der kalten Jahreszeit regen. Sie fressen Insekten und Spinnentiere, Schnecken und Würmer. Gefressen werden sie wiederum von Mardern, Füchsen, Wildschweinen, Eulen, Greifvögeln, Reihern und Störchen. Fische und Molche laben sich außerdem an ihren Eiern und Kaulquappen. Mehr als diese natürlichen Feinde bedrohen ihn aber die Zerstörung seiner Lebensräume durch die intensive Landwirtschaft, sowie Pestizide und Straßen.

"Nutztier des Jahres"

Ein kaiserlich, königliches Relikt ist - wie schon im Vorjahr - "Nutztier des Jahres": der österreichisch-ungarische weiße Barockesel. In dieser Zeit galten weiße Tiere als Botschafter des "Guten", das bleiche Grautier wurde damals als Statussymbol gehalten. Es wird in der Regel 30 bis 40 Jahre alt und ist im Karpatenbecken und Ostösterreich zuhause. Mit nur jeweils gut hundert Hengsten und Stuten ist der Barockesel selten geworden und somit hoch gefährdet. Ernannt wurde er von "Arche Austria". Neben der Landschaftspflege obliegt ihm nach erfolgter Ausbildung etwa ein Job als Reitesel, Kutschenzieher, Tragtier für Wanderer oder Therapieassistent (Asinotherapie). Möglicherweise gibt es auch noch nicht registrierte Exemplare auf Bauernhöfen, die dort bei landwirtschaftlichen Tätigkeiten aushelfen