Oxford/Wien. (gral) Um sich klar und verständlich auszudrücken und Missverständnisse möglichst zu vermeiden, nutzt der Mensch in der persönlichen Kommunikation nicht nur seine Stimme, sondern auch seine Körpersprache. Kleinste Veränderungen des Gesichtsausdrucks oder anderer Körperbewegungen können dazu beitragen, dass das Gegenüber Botschaften falsch versteht. Es ist also eine große Herausforderung, diese beiden Werkzeuge der Sprache zu koppeln, um sich verständlich zu machen.

Auch Tiere kommunizieren mit ihrem gesamten Körper, wie Forscher um den Verhaltensökologen Pawel Rek von der Oxford University nun bei Vögeln herausgefunden haben. Sie singen nicht nur miteinander, sondern tanzen auch, berichten die Wissenschafter im Fachblatt "Behavioral Ecology". Schon frühere Studien hatten gezeigt, dass ein präziser Stimmeneinsatz bei kooperierenden Tieren die Qualität der Balz steigert. Bis jetzt war allerdings nur wenig über die Rolle der Bewegung dabei bekannt.

Verbesserte Kommunikation

Experimente mit Roboter-Vögeln haben nun gezeigt, dass die Koordination von Stimme und Bewegung beim australischen Stelzenmonarch die Kommunikation zwischen Individuen wesentlich verbessert. Die Forscher hatten ein Roboterpärchen eingesetzt, das sich in Form, Farbe, Muster und Oberflächenstruktur seinem lebenden Gegenüber ähnelte. Während des Tests spielten die Forscher einen Playback-Gesang ab und produzierten bei den Robotervögeln Flügelbewegungen und beobachteten die Reaktion der Stelzenmonarche. Diese antworteten mit Begeisterung.

Auch der Rotnacken-Zaunkönig kombiniert verschiedene Gesänge mit Körperbewegungen, wie die Wissenschafter feststellten. Zwischen Partnern könnte dies eine besonders gute Verständigung erwirken.