Cape Canaveral. Das Weltraumteleskop Tess (Transiting Expoplanet Survey Satellite) ist nach zuletzt erfolgten Verzögerungen in der Nacht zum Donnerstag erfolgreich zur Planetensuche ins All gestartet. In etwa zwei Monaten soll der Planetenjäger in seiner Umlaufbahn angekommen sein und Daten senden.

Sternenlicht im Visier

Der Start war eigentlich schon für die Nacht zum Dienstag geplant gewesen, hatte aber verschoben werden müssen, um zusätzliche Tests der Navigationssysteme durchzuführen. Erstmals hat die Nasa für eine wissenschaftliche Mission mit dem privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX zusammengearbeitet. Bisher hatte SpaceX in erster Linie mit seinem "Dragon"-Frachter im Auftrag der Nasa Nachschub zur Internationalen Raumstation ISS gebracht.

Tess ist ungefähr so groß wie ein Kühlschrank und hat insgesamt vier Kameras. Wie sein Vorgänger "Kepler", dem in den kommenden Monaten der Sprit ausgehen wird, beobachtet das Teleskop das Licht bestimmter Sterne. Wenn es kurz nachlässt, könnte das bedeuten, dass ein Planet vorbeigezogen ist.

Tess könnte sowohl kleine steinige Planeten als auch riesige Himmelskörper finden - und soll insgesamt ein deutlich größeres Gebiet abdecken als das Teleskop Kepler, das seit rund neun Jahren im All ist.

"Die Ziele, die Tess findet, werden fantastische Objekte zur wissenschaftlichen Erforschung für die kommenden Jahrzehnte sein", sagte Nasa-Wissenschafter Stephen Rinehart. "Es ist der Beginn einer neuen Ära für die Exoplaneten-Forschung."