Auf Protonen folgen nun Kohlenstoffionen. - © MedAustron
Auf Protonen folgen nun Kohlenstoffionen. - © MedAustron

Wiener Neustadt. Das MedAustron in Wiener Neustadt setzt bei der Krebsbekämpfung künftig neben der Protonen-Bestrahlung als eines von weltweit sechs Zentren auch auf die Behandlung mit Kohlenstoffionen. Letztere erreiche bei schwierig zu bestrahlenden Tumoren wie etwa an der Bauchspeicheldrüse eine höhere biologische Wirksamkeit, betonte der klinische Direktor Piero Fossati am Dienstag.

Ein Vorteil der neu eingeführten Methode gegenüber der seit nunmehr drei Jahren angewandten Therapie mit Protonen sei eine bessere Dosisverteilung. Das bedeutet, dass eine höhere biologische Strahlendosis im Tumor verabreicht werden kann und dadurch mehr Zerstörungskraft in den Tumorzellen entfaltet wird. Die erzielten Ergebnisse seien vergleichbar mit jenen der Chirurgie, so Fossati.

Der ärztliche Direktor Eugen Hug betonte, dass "die Partikeltherapie mit Kohlenstoffionen weltweit gesehen eine der am seltensten verfügbaren Therapieformen ist. Wir möchten neue Behandlungskonzepte entwickeln und neue Indikationen erschließen".