Die Besatzung der Internationalen Raumstation ISS muss wegen eines Lecks weiter im russischen Segment bleiben. Die Isolation werde so lange dauern, bis das Problem gelöst sei, sagte der Chef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, Dmitri Rogosin, am Montag der Agentur Interfax zufolge. "Das Leck ist aber äußerst belanglos."

Es könne kaum über Messinstrumente wahrgenommen werden. Als Ursache vermutete Rogosin Einschläge von Mikrometeoriten oder das Andocken von Modulen am US-Segment der Raumstation. Der US-amerikanische Kommandant Christopher Cassidy und seine beiden russischen Kollegen Iwan Wagner und Anatoli Iwanischin hatten bereits das Wochenende im russischen Teil "Swesda" verbracht. Alle Luken wurden nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde NASA geschlossen, damit die Ingenieure den Druck in den einzelnen Teilen der Station messen und so feststellen können, wo die Luft entweicht. Sauerstofflecks traten in der mehr als 20-jährigen Geschichte der ISS häufiger auf. (apa)