Washington. Die Mission des ersten privaten Raumtransporters im All nähert sich ihrem Ende. Am Donnerstag um 11.49 Uhr MESZ löste sich "Dragon" von der Internationalen Raumstation ISS und begann den Rückflug zur Erde. Dort soll die sechs Tonnen schwere Kapsel an drei Fallschirmen kurz vor 17.00 Uhr vor Kalifornien im Pazifischen Ozean landen.

"'Dragon' ist offiziell von der Internationalen Raumstation abgekoppelt. Die Besatzung hat alle Verbindungselemente gelöst", verkündete die US-Raumfahrtbehörde NASA zunächst. Die Raumfähre wurde anschließend mit dem Roboterarm der ISS von der Raumstation weggeführt und löste sich dann eineinhalb Stunden später endgültig. "'Dragon' ist frei", jubelte die NASA.

Versorgungsgüter und Müll
Der unbemannte Transporter des US-Unternehmens SpaceX war am Dienstag vergangener Woche ins All gebracht worden. Insgesamt lieferte "Dragon" 521 Kilogramm an Versorgungsgütern zur ISS, auf dem Rückweg sollen 660 Kilogramm Müll zur Erde gebracht werden.

Es war der erste Flug eines privaten Raumtransporters zur ISS. Sollte die Mission erfolgreich zum Abschluss kommen, hätten die USA nach dem Einstellen ihres Shuttle-Programms im vergangenen Jahr wieder einen eigenen Zugang zur ISS. Im Juli 2011 war die "Atlantis" als letzte US-Raumfähre ins All geflogen.

Die Kapsel soll ab 2015 auch bis zu sieben Astronauten ins All bringen. Derzeit hängen die USA für den Transport ihrer Astronauten komplett von Russland ab, pro Kopf zahlen sie 63 Millionen Dollar.