Was soll schiefgehen, wenn der Wiener Bürgermeister mit seiner Unterschrift dafür bürgt, dass ein Blatt Papier in allen "Bank-Kassen" im habsburgischen Reich "für bares Geld angenommen" wird? Zu dieser falschen Sicherheit recherchierte die Gemeine für die Frage 2 der Nro. 392, in der es um Geld im 18. und 19. Jahrhundert ging.

Etwa um die "Conventionsmünze" (C.M.), zu der Volkmar Mitterhuber, Baden, erläutert: Kriege hatten zu einem "Münzchaos" in Mitteleuropa geführt. Daher wurde 1753 zwischen Bayern und dem habsburgischen Herrscherhaus eine "Münzkonvention" geschlossen: Der Silbergehalt wurde festgesetzt und das Umrechnungsverhältnis "zwischen Gulden und Taler mit 2:1" bestimmt.

Dr. Peter Schilling, Wien 18, weiter: Aus dem Umstand, dass es sich um eine ""Vertragsmünze" mit gleichmäßigem Edelmetallverhältnis" handelt, "erklärt sich die Bezeichnung "Conventionsmünze" . . . Von einigen Unterbrechungen abgesehen, hielt man . . . in Österreich an dieser Währung bis . . . 1857 fest."

Ein interessantes Detail liefert Herbert Beer, Wolfpassing: Um "die Wertminderung durch Beschneiden" der Münze mit Silbergehalt zu verhindern, wurde "eine Randschrift" eingeführt.

Nicht das Papier wert

In Kriegszeiten wurde oft der Metallgehalt in Münzen verringert, um mehr Geld prägen zu können. Im Siebenjährigen Krieg gegen Preußen ab 1756 sollte so eine "Münzverschlechterung" vermieden werden, wie Prof. Helmut Bouzek, Wien 13, festhält. Maria Theresia wollte außerdem keine Zinsverpflichtungen in Form von Kriegsanleihen eingehen. Deshalb führte Österreich als eines der ersten Herrschaftsgebiete in Europa 1762 Papiergeld ein. Dabei bediente "man sich des guten Rufes der Wiener Stadtbank".

Prof. Dr. Monika Rath, Wien 7: Dieser (sic) "Wiener Stadt-Banco" gab sogenannte "Banco-Zettel" über verschiedene Beträge aus. Es waren dies "unverzinsliche Kredite an den Staat". Das Papiergeld wurde von der Bevölkerung "gern angenommen, weil man nun auch Steuern damit begleichen konnte". Ämter mussten es annehmen. Die Beliebtheit führte dazu, dass "1771 weiteres Papiergeld in dieser Form ausgegeben" wurde, "ebenso 1785".

Allerdings verleitete die neue Art des Geldes den Staat, mehr Papier bedrucken zu lassen. Teilweise auch geheim, um den Wertverlust einzudämmen, wie Mag. Luise & Ing. Konrad Gerstendorfer, Dt.-Wagram, herausfanden: "Um die Papiergeld-Vermehrung zu verheimlichen, ließ Kaiser Franz I. sogar 1804 eine eigene Druckerei gründen."