Einen literarischen Seitenarm befährt Dr. Manfred Kremser, Wien 18, zu Friedrich von der Trenck: In Mark Twains "Abenteuer des Huckleberry Finn" zählt Tom Sawyer ihn zu den größten Helden, denen eine spektakuläre Flucht gelang (Kap. XXXV). Der Preuße war nämlich 1745 in Haft gekommen, angeblich wegen einer "Affäre mit der Schwester des Königs, Amalie", oder aber aufgrund seiner Verbindung "zum in österreichischen Diensten stehenden Franz . . . von der Trenck". 1746 brach Friedrich "aus der Festung Glatz" (nun Kłodzko, Polen) aus.

Einen Abriss von Friedrichs ungewöhnlichem Leben fand Gerhard Toifl, Wien 17, in einem Text der Wienbibliothek, die eine große Trenck-Sammlung besitzt: "Er begann seine Karriere als Offizier in preußischen Diensten, desertierte in die österreichische Armee, bis er auf einer Reise nach Danzig . . . 1755 auf Befehl Friedrichs des Großen inhaftiert wurde. Nach seiner Freilassung 1763" widmete er sich "der Landwirtschaft und Schriftstellerei." Weltruhm erlangte er "durch seine 1787 erschienene Autobiographie". Er endete 1794 in Paris - angeblich hielt man ihn für einen österreichischen Spion - durch die Guillotine.

Zusammenstellung dieser Seite: Andrea Reisner