"Noch in dessen Todesjahr 1736 erschien", so Gesandter i.R. Dr. Josef Litschauer, Wien 10, die "Lebens-, Helden- und Todes-Geschicht des berühmten Feld-Herrn bißheriger Zeiten". Der Zeitreisende fragt sich, ob diese Biographie damals "auf große Resonanz gestoßen ist". Jedenfalls wird sie "in mehreren von mir eingesehenen, moderneren Werken über das Leben des Feldherrn . . . nicht erwähnt", z.B. "im Katalog der . . . Prinz-Eugen-Ausstellung auf Schloss Hof 1986".

Ein aus dem Mond gefallener Prinz ist Titelheld eines Schnabel zugeschriebenen Werks.  - © Bild (Schmuckfarbe: WZ) aus "Der aus dem Mond...", 1750/gemeinfrei
Ein aus dem Mond gefallener Prinz ist Titelheld eines Schnabel zugeschriebenen Werks.  - © Bild (Schmuckfarbe: WZ) aus "Der aus dem Mond...", 1750/gemeinfrei

Der als "Gisander" publizierende Schnabel kam, so Ing. Alfred Kaiser, Purkersdorf, "am 7. November 1692 in Sandersdorf" bei Bitterfeld, nun Sachsen-Anhalt, auf die Welt. Über sein Leben weiß man wenig. Ab 1731 gab er eine Zeitung mit dem Titel "Stolbergische Sammlung Neuer und merckwürdiger Welt-Geschichte" heraus. Weiters werden ihm u.a. die Romane "Der im Irr-Garten der Liebe herum taumelnde Cavalier" (1738) sowie "Der aus dem Mond gefallene und nachhero zur Sonne des Glücks gestiegene Printz" (1750 erschienen) zugeschrieben. Schnabels Spur verliert sich "zwischen April 1744 und April 1748". Wann, wo und wie er starb, ist unbekannt.

Auf die 1992 "zu Schnabels 300. Geburtstag" gegründete "Johann-Gottfried-Schnabel-Gesellschaft" weisen Mag. Luise & Ing. Konrad Gerstendorfer, Dt.-Wagram, hin. Der Verein gibt unter anderem Jahrbücher ("Schnabeliana") zu Leben und Werk des Felsenburg-Autors heraus.

Zusammenstellung dieser Rubrik: Andrea Reisner