KkStB, DÖStB, ÖStB, BBÖ, DRB - verstehen Sie, liebe Leserinnen und Leser, nur Bahnhof? Keine Sorge: Was es mit diesen Abkürzungen auf sich hat, klärte die Gemeine im Zuge der Zusatzorchidee der Nro. 396 rund um österreichische Eisenbahngeschichte in der Zwischenkriegszeit. Der Antwortreigen beginnt mit einem Blick zurück in die Ära der Monarchie: "Bis 1918", so Neozeitreisender Karl Höflmayer, Wien 14, fuhren hierzulande die K.k. Staatsbahnen (KkStB).

Zu deren Werdegang notiert Maria Thiel, Breitenfurt: "Die . . . Verstaatlichung des Bahnnetzes der österreichischen Reichshälfte" erfolgte "schrittweise". Wolfgang Woelk, Gotha/D, ergänzt, dass die KkStB "1884 . . . entstanden". Es handelte sich damals, so Mag. Robert Lamberger, Wien 4, um eine "Notverstaatlichung wirtschaftlich angeschlagener Eisenbahnunternehmen".

Michael Chalupnik, Sieghartskirchen: Die "Staatsbahnen hörten im November 1918 zu bestehen auf. Die jeweiligen Teile des Schienennetzes und der Fahrzeuge fielen an die neuen Staaten Deutschösterreich, Staat der Serben, Kroaten und Slowenen, Tschechoslowakei und Polen. Weiters an Italien, das Triest, das Isonzotal, Istrien und Südtirol annektierte, sowie Rumänien, das sich die Bukowina aneignete."

Keine Kohle

Altösterreichs Schienennetz beschreibt Herbert Beer, Wolfpassing, als "fächerförmig", wobei Wien "wichtigster Knoten" war. Dann war "der frühere "Brotlaib des Staates", Böhmen und Mähren, mit dichtem . . . Bahnverkehr" plötzlich Ausland. "Österreich blieben die Alpenstrecken mit hohem Betriebs- und Erhaltungsaufwand". Das Land war "abhängig von Kohleimporten aus der Tschechoslowakei".

Die chaotischen Zustände nach dem Zerfall des Vielvölkerstaats spiegeln sich auch in den Namensänderungen wider, die bei der Beschäftigung mit der Bahnhistorie der Zwischenkriegszeit für Verwirrung sorgen. Neotüftler Johann Tischer, Muckendorf an der Donau, dazu: Nach Ende der Monarchie kam zuerst der Name "Deutschösterreichische Staatsbahnen" (DÖStB) auf.

"Ab 21. November 1919", so Dr. Karl Beck, Purkersdorf, hießen sie - entsprechend der Änderung des Namens der Republik von Deutschösterreich in Österreich - "Österreichische Staatsbahnen (ÖStB)".

Bald folgte die nächste Namensreform. Brigitte Schlesinger, Wien 12: "Nach dem Inkrafttreten der neuen Bundesverfassung wurden sie . . . 1921 in Österreichische Bundesbahnen umbenannt."