GESCHICHTSBLÄTTER: Heft 2/2019 der "Wiener Geschichtsblätter" ist dem "Wien(n)erischen Diarium", wie unser Blatt bis 1779 hieß, gewidmet. Die kürzlich erschienene Publikation vereint Beiträge eines 2018 an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften abgehaltenen Symposions. Auch das Zeitreisenteam (Autorinnen: Christina Krakovsky und Andrea Reisner) steuerte einen Aufsatz bei. Darin - wie schon beim Vortrag im Vorjahr (vgl. Nro. 384) - werden das Geschichtsfeuilleton und die Zusammenarbeit mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, geschildert.

Weitere Texte befassen sich mit den Möglichkeiten und Schwierigkeiten der digitalen Nutzung der "Diarium"-Bestände, mit sprachlichen Aspekten (Höflichkeitsformen) etc.

Das von Anna Mader-Kratky, Claudia Resch und Martin Scheutz konzipierte Heft (139 S., 8,50/für Vereinsmitglieder 5,10) kann man beim Verein für Geschichte der Stadt Wien bestellen (Guglgasse 14, Gasometer D, 1110 Wien, oder www.geschichte-wien.at). Den Zeitreisen wurden einige Exemplare für die Verlosung als Sonderpreis zur Verfügung gestellt - danke!

MAGISTERARBEIT: "Auf Zeitreisen mit der Gemeine: Der partizipative Geschichtsjournalismus in der "Wiener Zeitung". Qualitative Analyse eines publizistischen Unikats" - mit dieser Arbeit absolvierte Mag. Gerald Schöberl, wie in den Zeitreisen schon erwähnt, heuer sein Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. Wir gratulieren nochmals herzlich!

Der vom Engagement der Tüftlerinnen und Tüftler begeisterte Nachwuchsforscher interviewte acht Gemeine-Mitglieder. Die anonym Befragten plauderten frei von der Leber weg und erzählten u.a., wie sie auf die Zeitreisen kamen, wie sie an die Recherche zu den Nüssen herangehen (meist über die eigene Bibliothek, ergänzend wird das Internet verwendet; s. auch Seite VII) und was sie zur regelmäßigen teils langjährigen Teilnahme motiviert.

Was die Zeitreisen zu einem laut Untertitel "publizistischen Unikat" macht, ist nun auch wissenschaftlich belegt: Sie, geschätzte Zeitreisende! Die vielfältigen Perspektiven, die Sie ins Geschichtsfeuilleton einbringen, sind das Um und Auf. Einen schönen Vergleich zog einer der ausführlich zitierten Interviewpartner: Der Tüftlerkreis sei wie ein Orchester, "jeder spielt ein anderes Instrument, einer die Piccolo-Flöte, der andere die Triangel"; insgesamt ergibt sich ein stimmiges Ganzes. In diesem Sinne: Tosender Applaus für die Gemeine!

Wer Mag. Schöberls Arbeit lesen will, wird sie künftig aus der Bibliothek der Uni Wien ausleihen bzw. online abrufen können; Anfang Oktober war sie noch nicht gelistet.