Dass Berlangas Männer wirklich die ersten auf dem steinigen Archipel waren, gilt als zweifelhaft. "1953 entdeckte der norwegische Archäologe Thor Heyerdahl Reste früherer Niederlassungen", notiert Dr. Harald Jilke, Wien 2; der Forscher glaubte, dass diese von Seefahrern stammen, die lange vor Berlanga kamen, darunter womöglich Inka.

Gemüse gegen Whiskey

"In den . . . 300 Jahren" nach Berlanga, so Mag. Luise & Ing. Konrad Gerstendorfer, Dt.-Wagram, kamen vor allem "Walfänger oder englische Seeräuber", darunter "John Cook oder William Cowley".

Charles Darwin (1809-1882) postulierte die Verwandtschaft von Mensch . . . - © Sammelbild/gemeinfrei
Charles Darwin (1809-1882) postulierte die Verwandtschaft von Mensch . . . - © Sammelbild/gemeinfrei

Der erste vorübergehende Bewohner einer der Inseln des Archipels wurde aus unbekannten Gründen "1807 auf Floreana ausgesetzt", so Christine Sigmund, Wien 23: Der Ire Patrick Watkins pflanzte Gemüse "und tauschte es, wenn Walfänger vorbeikamen, gegen Whiskey". Ein Augenzeuge schilderte ihn als "nach Fäulnis stinkend, mit zerfetzten Klamottenresten, die nicht einmal die Scham bedeckten". Watkins entführte 1809 ein Schiff "mitsamt fünf Matrosen" und floh . . .

Dr. Gabriela Neundlinger, Wien 4 (willkommen in der Gemeine!), wendet sich der Besitznahme der Inseln 1832 durch Ecuador zu. Sie erfolgte, so Mag. Robert Lamberger, Wien 4, durch "General José María Villamil". Ing. Alfred Kaiser, Purkersdorf: Es begann die dauerhafte Besiedlung. "Völkerrechtlich", so Gesandter i.R. Dr. Josef Litschauer, Wien 10, hatten "die Inseln zuvor zu Spanien" gehört, das sie aber vernachlässigte.

Volkmar Mitterhuber, Baden, kommt wieder zu Charles Darwin, der sich "vom 15. September bis 20. Oktober 1835 auf den Inseln aufhielt." Er war Teilnehmer, so Dr. Peter Schilling, Wien 18, an der "Expedition des Schiffes "Beagle"".

. . . und Affe (hier: Schimpanse, Darstellung des 19. Jh.s) und erntete viel Spott. - © Bild aus: The Naturalist´s Library Vol. XXVI. (o.J., Mitte 19. Jh.)
. . . und Affe (hier: Schimpanse, Darstellung des 19. Jh.s) und erntete viel Spott. - © Bild aus: The Naturalist´s Library Vol. XXVI. (o.J., Mitte 19. Jh.)

Aus Andrea Wulfs Buch "Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur" (2015) zitiert Harry Lang, Wien 12: "Es war eine seltsam kahle Inselgruppe, auf der Vögel und Reptilien lebten, die so zutraulich und so wenig an Menschen gewöhnt waren, waren, dass sie sich mühelos fangen ließen."

Herbert Beer, Wolfpassing: Nicholas Lawson, Galápagos-Vizegouverneur und "Direktor des Strafgefangenenlagers" auf Floreana, wies Darwin darauf hin, dass "Schildkröten anhand ihrer Panzer bestimmten Inseln" zuzuordnen waren.

Berühmt wurden durch Darwin auch die Finken des Archipels, die Karl Finkenzeller, Wien 14 (willkommen im Kreis der Nussknacker!), nennt. Die Galápagos- bzw. Darwinfinken gelten als Schulbeispiel der Evolution. Aus einer Ausgangsart hatten sich mehrere Gattungen mit unterschiedlichen Schnabelformen entwickelt.

Echsen im Glas

Dies entspricht Darwins "Theorie der Abstammung der Arten", die Dr. Gottfried Pixner, Wien 13, erwähnt.

Gerhard Toifl, Wien 17: Von der fünfjährigen Reise auf der "HMS Beagle" ab 1831 brachte Darwin über 2000 Seiten Notizen, "1529 in Spiritus konservierte Arten sowie 3907 Häute, Felle, Knochen, Pflanzen etc." mit.