DÜSTERES: Einen Nikolausgruß aus der Hölle schickt schmunzelnd Dr. Hans Werner Sokop, Wien 17, der Gemeine. Der 21. Infernogesang aus Dantes "Göttlicher Komödie", so der Zeitreisende, taugt als "Krampusrummel", wie ein Auszug aus Dr. Sokops Wienerischer Version beweist: "Wos sich i auf der Bruckn, schwoaz wia Koin? / An schiachn Teife, der zu mir her tappet! / Sei bese Loavn wirkt so wüd-verstoin, / de gaunze Hoitung innerlich so dreckat, / de gspreiztn Fliegln, seine Schleichersoin. / Auf seine Schuitern, aa so spitz und eckat, / do trogt er an Verbrecher buglkraxn . . ."

Übrigens: Dieses Wochenende hat das Odyssee-Theater die "Göttliche Komödie" in einer Bühnenfassung nach der hochdeutschen Übersetzung von Dr. Sokop im Programm.

Heute, 6. Dezember: Inferno; morgen, 7. Dezember: Purgatorio und Paradiso; Beginn: jeweils 19 h. Friedrich Eymann-Schule, Feldmühlg. 26, Wien 13. Einzelkarte: 15, Gesamtkarte: 25. Restkarten unter Tel. 0676/94 14 616 erhältlich.

HEITERES: Auch Zeitreisende Dr. Brigitte Pixner, Wien 13, hat eine Ader für die Lyrik. Ihr vor kurzem erschienener Band "Unterm grünen Regenschirm" (Verlag Berger, Horn/Wien, ca. 14) trägt den Titelzusatz "Muntermacher-Gedichte". Ein Auszug aus einem der Werke bringt das fröhliche Wesen Pixner’scher Verse auf den Punkt: "Ich spieß’ den Alltag auf die Feder, / die Sorgen, das versteht ein jeder . . ." Düsteres überlässt sie lieber anderen Literaten. "Doch ich, voll Schreibe-Wonne, / hol’ euch vom Himmel lieber die Sonne. / . . . Ob jemand mich auslacht? / Wenn, stört es mich nicht! / Denn nur Positives gibt dem Leben Gewicht!"