22 eiserne Reifen umschlossen die 140 Stück Fassdauben und Bodenstücke aus Eichenholz, von einem kühnen Fassbinder namens Frankendorfer zu einem kolossalen Weinbehältnis zusammengefügt. Mit 3065 Pressburger Eimern (= ca. 166.500 Liter) Fassungsvermögen war es etwa dreimal so groß wie sein bis heute berühmtes Klosterneuburger Pendant, das auf 1000 Wiener Eimer ausgelegt ist. Diese Maßeinheit betrug damals 56,6 l. Das "Ungarische Riesenfaß", wie es in dieser am 3. Juli 1847 in der "WZ" geschalteten Anzeige genannt wurde, war vom Weinhändler Johann Anton von Szulinyi in Auftrag gegeben und in einigen Städten ausgestellt worden. In der Donaumetropole konnte man das rund 6m hohe Monstrum "in der Feuerwerks-Allee links" (nun Ausstellungsstraße, Wien 2) besichtigen. Nur Wochen später bot es sein Besitzer per Inserat zum Verkauf an, zunächst wohl erfolglos. Angeblich erwarb es erst 1854 ein Wiener Weinhändler, der daraus vier Fässer bauen ließ.