- © WZ-Faksimile: M. Szalapek
© WZ-Faksimile: M. Szalapek

Eisern Sparen hieß es, als im 18. Jahrhundert das Holz knapp wurde. Ideen gab es viele, doch nicht alle Maßnahmen griffen. Der von Joseph II. verordnete Sparsarg, der die Leiche durch einen aufklappbaren Boden ins Grab beförderte und dann wiederverwendet werden konnte, fiel bei der Bevölkerung durch.

Mehr Erfolg war den Sparherden beschieden. Bei diesen loderten die Flammen nicht mehr offen, sondern in einem geschlossenen Feuerraum. Die heißen Gase wurden so abgeleitet, dass die Wärme bestmöglich genutzt werden konnte. Ruß, Rauch und Funkenflug beim Kochen waren damit weitgehend passé.

Diese Annonce erschien am 27. Oktober 1842 in der "Wiener Zeitung"-Reklamebeilage "Allgemeines Intelligenzblatt". Damals gehörte ein Sparherd bereits in jede gut ausgestattete Küche.

Einen Nachteil hatten die Geräte allerdings: Sie strahlten weniger Wärme ab. Das Dienstpersonal, das oft in unbeheizten Räumen schlief, nutzte in der kalten Jahreszeit nicht selten die Küche als abendlichen Aufenthaltsraum. Ohne offenes Feuer ging es dort zwar effizienter, aber auch ein wenig frostiger zu. (reis)