"Unglaublich, aber wahr", dass die Zeitreisen im Vormonat das 20-jährige Bestehen feierten, staunt Prof. Dr. Monika Rath, Wien 7: "Ich erinnere mich noch genau an das "Eckerl" in der "WZ", das eine historische Frage enthielt, die ich damals auf einer Postkarte beantwortete". In Nro. 411, die sich u.a. dem Jubiläum widmete, gefiel der Spurensucherin besonders die Collage mit historischen Figuren, die in Ausgaben der Zeitreisen schmökerten - eine Montage von "WZ"-Grafiker Philipp Aufner, der die Darstellungen auch kolorierte.

"Sicher einer der ersten Zeitreisenden, zumindest aber einer der schnellsten" war Harry Lang, Wien 12; der Tüftler denkt an die Pioniertage: "Ich war damals im Marktamt Ottakring . . . Bereits vor Dienstbeginn erhielt ich die "WZ" im Büro und knackte die . . . Nüsse zusammen mit ein oder zwei Mitarbeitern von mir. Zu Dienstbeginn (8 Uhr) war alles schon unterwegs in die Redaktion. Viel ist in diesen 20 Jahren geschehen, und auch heute, nach fast 13 Jahren im (Un-)Ruhestand, sind die Zeitreisen für mich ein Highlight . . . bitte lange noch weiter so!"

Ob es so etwas wie die Zeitreisen nicht schon in den 1990ern gab, fragte Rudolf Freiler, Kirchschlag/ NÖ. Ja, vereinzelt sind damals bereits Artikel in der Art der späteren Zeitreisen erschienen, verfasst von Alfred Schiemer, der sich schon länger den Anfängen des Blattes gewidmet hatte.

Rosen streut dem Geschichtsfeuilleton Prof. Ernst Smole, der in Sachen Historie ein Spätberufener war, ließ der Schulunterricht in diesem Fach doch einst zu wünschen übrig. "Das 20. Jh. hat mich interessiert, doch die Habsburgermonarchie oder die Antike haben bei mir ausschließlich Gähnen verursacht." Dank der Zeitreisen stellte sich Begeisterung auch für ältere Epochen ein. Was Prof. Smole an der Beilage sehr schätzt, ist, dass das Schicksal der "einfachen Leute" nicht übersehen wird.

Depeschen

Mit einem Monat Verspätung kamen die August- Zeitreisen bei Univ.-Prof. Dr. Georg Schmid, Saint-Oradoux-près-Crocq/F, an. Die darin enthaltenen Postbus-Aperçus erinnerten den Tüftler an eine Ära, "als die gelbe Farbe noch heller und die Marterl-artigen Haltestellenschilder in Gebrauch waren. Die österreichischen Marken Gräf & Stift, ÖAF, Saurer und Steyr . . . waren allenthalben zu sehen und zu hören - der Vierton des Horns . . ." - Dr. Brigitte & Dr. Gottfried Pixner, Wien 13, zur Causa "Kaiserin" Maria Theresia (vgl. Nro. 411): Dass sie keine Kaiserin war, "will (um im Dialekt der Krönungsstadt zu sprechen) "net in . . . Kopp eini"", eine "beeindruckende Frau" war sie jedenfalls. - An Wolfgang Riemer: Pleyel-Ergänzungen freuten! - Ing. Mag. Hermann Schuster, Baden, sendet "Fliegergrüße" aus Gnas/Dietersdorf, Stmk., samt Bild des Modells "JU-160"; danke!

TIPP: Am 4. & 5. Okt., jeweils von 17.30-18.30, zeigt das Österr. Werbemuseum von Peter Thomas Suschny, Wien 14, historische Werbefilme in den (renovierten) Breitenseer Lichtspielen (Breitenseer Str. 21, Wien 14; Tel. 01/982 2173); in Kombination mit dem ab 19.00 gezeigten Film "Mon Oncle" (Jacques Tati, 1958) kostet der Eintritt 9 Euro.

P.S. Im ZEITREISENLOTTO gewann Dr. Gerhard Jungmayer, Wien 22; wir gratulieren!