Platznot stellt jede Bibliothek, jedes Archiv früher oder später vor Probleme. Die einst üblichen starren Regale bieten kaum Spielraum. In den 1880ern entwickelte der Straßburger Schlosser Robert Lipman daher ein Patent mit beliebig verstellbaren Böden, eingehängt in fest montierte Steher. Obendrein war die Vorrichtung großteils aus Metall, ein Pluspunkt in einer anderen heiklen Causa: der Feuergefahr. Lipmans System kam zuerst in der 1889ff gebauten Straßburger Universitätsbibliothek zum Einsatz und verbreitete sich in den folgenden Jahrzehnten international, auch in Wien. Diese Annonce erschien am 1. März 1913 in der "Wiener Zeitung". In diesem Jahr wurde in der Kaiserstadt das Kriegsministerium am Stubenring fertiggestellt - ausgestattet mit Lipman-Regalen.