- © Faksimile: Moritz Szalapek/WZ
© Faksimile: Moritz Szalapek/WZ

Direkt unterm Dach befanden sich einst - im Gegensatz zu heute - die ärmlichsten Behausungen in städtischen Bauten. Im Sommer überhitzt, im Winter eiskalt, boten Mansardenwohnungen keinen Komfort. Man denke nur an Carl Spitzwegs "armen Poeten" (1839), der in einer solchen Bleibe friert. In Zeiten drängender Wohnungsnot mussten wenig Betuchte auch mit zugigen Dach- oder feuchten Kellerwohnungen vorlieb nehmen, gesundheitliche Schäden inklusive. Gediegene Bürgerdomizile lagen in den mittleren Stockwerken.

Diese Anzeige des Spenglers Joseph Darebny erschien am 4. Mai 1844 in der "WZ"-Beilage "Allgemeines Intelligenzblatt". In einer Verkaufsausstellung unter dem Stubentor konnten u.a. verschiedene Modelle von Dachfenstern besichtigt werden. (reis)