Wo das Wort Kitsch wurzelt, ist nicht ganz klar. Laut "Brockhaus" kommt der Begriff, der "nach 1870 im Münchner Kunsthandel auftauchte", wohl von "mundartlich kitschen" (schmieren). Wirft man einen Blick auf diese Annonce, die am 8. Juni 1858 in der "Wiener Zeitung" erschien, könnte man eine ganz neue Theorie entwickeln. Der Brunnen mit Schwanenfigur würde nach heutigen Maßstäben wohl unter Kitsch verbucht.

Das von August Kitschelt anno 1835 gegründete Unternehmen hatte sich auf Metallmöbel spezialisiert und reüssierte bald auf diesem Gebiet. Um die Jahrhundertwende, mittlerweile unter der Leitung von Rudolf Kitschelt, dem Sohn des Gründers, arbeitete man mit Design-Größen wie Adolf Loos oder Josef Hoffmann zusammen. Heute werden Fabrikate aus dem Hause Kitschelt, z.B. Kleiderständer, zu stolzen Preisen verkauft.