Durch "einnehmende Lieblichkeit und Fülle der Töne" habe dieses Blasinstrument bei vielen Kapellmeistern Anklang gefunden - so heißt es in dem hier wiedergegebenen Inserat, das am 27. August 1848 in der "Wiener Zeitung"-Beilage "Intelligenzblatt" erschien. Nicht umsonst wurde die Erfindung "Euphonion" getauft, was soviel heißt wie "wohlklingend". Weniger lieblich wirkt für manche der Name, unter dem es ebenfalls bekannt war: "Wseslawsky Zwukoroh", kurz "Zwukoroh" (tschech. zvuk = Klang). Zum Einsatz kam das Bariton-Horn, das in Wenzel Czerwenys Fabrik im böhmischen Königgrätz hergestellt wurde, u.a. in der Militärmusik. Nicht zu verwechseln ist der Verwandte der Tuba mit einem als Euphonium (oder Euphon) bezeichneten Instrument aus Glasröhren, die mit benetztem Finger gestrichen werden. Es war 1790 von Ernst Chladni, einem deutschen Physiker, entwickelt worden und dürfte kaum für Märsche geeignet sein.