- © WZ-Faksimile: M. Szalapek
© WZ-Faksimile: M. Szalapek

Häuslichkeit sollte in dieser Mädchenschule zu den obersten Prinzipien gehören. So hieß es in dem am 1. Oktober 1852 in der "Wiener Zeitung"-Beilage "Intelligenz-Blatt" veröffentlichten Inserat. Leiterin Marie (auch Maria) Schuber war Zeitgenossen vor allem aufgrund eines recht unhäuslichen Unterfangens bekannt: Nach 25 Jahren als Pädagogin ergriff sie Tornister und Regenschirm, der als Reisestock diente, und bestieg - erstmals in ihrem Leben - eine Eisenbahn (wobei nur der kleinere Teil der Fahrt auf Schienen erfolgte). Ziel: das Heilige Land. Ermutigt wurde die auf die 50 zugehende Grazerin durch das Vorbild Ida Pfeiffer, die 1842, ebenfalls als nicht ganz junge Frau, nach Palästina aufgebrochen war.

1850 publizierte Schuber das Buch "Meine Pilgerreise über Rom, Griechenland und Egypten (...) vom 4. October 1847 bis 25. September 1848". Dann kümmerte sie sich wieder um ihre Schule. Sie starb 1881 in Rom, wo sie zuletzt gelebt hatte.