Bei Dr. Helmut Zemann, Kaisersdorf, stieß die im Vormonat in den Zeitreisen wiedergegebene "wunderschöne Karte der Schutzhäuser" im Alpenraum auf Begeisterung. Urheber der anno 1892 in zweiter Auflage veröffentlichten Übersicht war der Bergpionier Julius Meurer (1838-1923), der auch als Präsident des Österreichischen Touristen-Clubs (damals noch mit "C", später änderte man die Schreibweise in "Touristenklub"; daher die heutige Abkürzung ÖTK) fungierte.

Touristenklub-Ausweis von Dr. Helmut Zemann, ausgestellt im Jahr 1956.  
- © Bild: Dr. Helmut Zemann

Touristenklub-Ausweis von Dr. Helmut Zemann, ausgestellt im Jahr 1956. 

- © Bild: Dr. Helmut Zemann

Zu den Spezialfragen rund um die Geschichte des Vereins merkt Dr. Zemann an: "Ich wüsste nicht, wo ich beginnen sollte . . ." Interessierten Tüftlerinnen und Tüftlern legt er die zweibändige Publikation "150 Jahre Österreichischer Touristenklub 1869-2019" von Walter Wenzel und Ludwig Fischhuber ans Herz. Das 2020 vom ÖTK-Archiv herausgegebene Werk sei "eine wahre Schatzkiste für Zeitreisende!"

Aus seinen persönlichen Unterlagen steuert Spurensucher Dr. Zemann seine ÖTK-Mitgliedskarte bei (Eintrittsdatum: 1956). Die Spezialfragen zum ÖTK - unter anderem nach dem Gründungsjahr des Vereins, nach seinem einstigen Präsidenten Meurer etc. - können noch bis 18. Oktober beantwortet werden.

Depeschen

"Riesenfreude" bereitete Dr. Hans Werner Sokop, Wien 17, die Hauptgeschichte der September-Ausgabe zu einer wertvollen Dante-Handschrift, die 1907 aus der Bibliothek des Trienter Priesterseminars gestohlen worden war. Der Dante-Kenner schlug in einer "Vergleichenden Bestandsaufnahme der Commedia-Handschriften" von Marcella Roddewig (Stuttgart 1984) nach und fand prompt einen Eintrag zum Trienter Manuskript. Es weise unter anderem "Initialen . . . in Rot u. Blau" auf.

Im Vormonat wurde bei der Zusammenstellung auf Seite II (zur Mittenwaldbahn) die falsche Numero genannt: Es handelte sich nicht um die Frage 2 der Nro. 422, sondern der Nro. 420 - Verzeihung und herzlichen Dank an Manfred Bermann, Wien 13, für den Hinweis!

In Nro. 422 (Aug. 2021) wurden Eduard Jordan (S. VI; 1850-1930) sowie Friedrich Dittes (S. VII; 1829- 1896) unabhängig voneinander erwähnt. Gesandter i.R. Dr. Josef Litschauer, Wien 10, fand "eine nicht uninteressante Parallele" zwischen den Pädagogen: "Beide traten für eine Trennung von Kirche und Schule bzw. für einen "konfessionslosen Religionsunterricht" ein. Wäre letzterer . . . nicht das neue Lehrfach "Ethikunterricht""? (N.B. Gemeine-Recherchen zu E. Jordan folgen demnächst!)

P.S. ZEITREISENLOTTO-Gewinnerin ist Mag. Margaretha Husek, Wien 23 - wir gratulieren herzlich!