- © WZ-Faksimile: M. Szalapek
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Auf den Hund gekommen ist die Donaumetropole schon anno dazumal - das hat diese Rubrik bereits mehrfach ans Licht gebracht (so z.B. im Februar 2014 und im März 2020). Die hier wiedergegebene Annonce des Wiedner Spenglers Carl Kellermann erschien am 11. Mai 1844 in der "Wiener Zeitung"-Beilage "Allgemeines Intelligenzblatt". Die Nachfrage nach Maulkörben dürfte einst immer dann gestiegen sein, wenn die Behörden auf Vorschriften bezüglich der Hundehaltung pochten. Anlass für solche Kundmachungen waren meist Ausbrüche von Tollwut.

In Wien galt damals die Vorschrift, "daß jeder Hund, welcher auf Plätzen, Straßen und an gangbaren, oder vom Publicum besuchten Orten, mithin außer der Wohnung des Eigenthümers, erscheint, mit einem Maulkorbe oder Nasenriemen, welcher dem Hunde unmöglich macht, Menschen oder Thiere zu beißen, versehen seyn müsse". Andernfalls drohte den Vierbeinern ein kurzer Prozess: Sie wurden "eingefangen und vertilgt". (reis)