Denis Papin, geb. 1647 in Frankreich, tüftelte eigentlich an einer Dampfmaschine, als er den Schnellkochtopf erfand. Der luftdicht verschließbare Behälter machte sich das Prinzip zunutze, dass Wasser unter Druck erst bei einer höheren Temperatur siedet. Durch die größere Hitze können Speisen effizienter gegart werden.

Als Papin, der aufgrund der Hugenottenverfolgung aus seiner Heimat floh, sein Gerät 1679 vor der Londoner Royal Society präsentierte, kam es zum Albtraum jedes Erfinders: Das Gerät explodierte. Nach Einbau eines Sicherheitsventils konnte Papin 1681 mit einer verbesserten Version aufwarten. Seit damals hielt in zahlreichen Küchen der "Papinianische Kochtopf" Einzug. Diese Annonce erschien am 19. Juli 1851 in der "WZ"-Beilage "Intelligenzblatt".

Papin, der später nach Marburg ging, sollte der Welt noch etliche Neuheiten bescheren: So entwickelte er ein Unterwasser-Fahrzeug und ein dampfbetriebenes Schaufelradboot. Mit letzterem brach er von Kassel nach London auf. Doch er wurde bald aufgehalten, sein Gefährt an Land gezerrt und von wütenden Schiffern zerstört. Papin starb verarmt in London, wohl 1712. Heute gilt er als Wegbereiter der Dampfmaschine. (reis)