Viele besorgte Gemeine-Mitglieder haben sich in den vergangenen Wochen an die Zeitreisenredaktion gewandt. Wenn die Bundesregierung ihre Pläne für die "Wiener Zeitung" wie angekündigt umsetzt, bedeutet das das Ende der gedruckten Tageszeitung. Im Gesetzesentwurf ist ein "Online-Medium" vorgesehen. Zusätzlich ist eine zehnmal im Jahr erscheinende Printausgabe angedacht. Offen ist freilich nicht nur, ob und wie es mit der "WZ" weitergehen soll, sondern auch mit dem Geschichtsfeuilleton. Derzeit ist alles in der Schwebe. Wir werden Sie, liebe Leserinnen und Leser, soweit möglich, auf dem Laufenden halten!

Das Zeitreisenteam arbeitet nichtsdestotrotz beherzt an der Dezember-Ausgabe. Ein Lichtblick ist der überwältigende Zuspruch aus der Gemeine, die einhellig ihrem Entsetzen über ein mögliches Aus der gedruckten Tageszeitung bzw. des Geschichtsfeuilletons Ausdruck verlieh. Dafür ein aufrichtiges Dankeschön! Stellvertretend sei hier Johann Grabner, Linz, genannt, der spontan zur Schere griff und einen "Wiener Zeitung"-Schriftzug anfertigte (siehe Abbildung). Spezialgrüße auch an Dr. Alfred Komaz, Wien 19 (Artikel samt Schreiben wird bald verschickt!), Prof. Brigitte & Dr. Hans Werner Sokop, Wien 17 (die "WZ" als UNESCO-Weltkulturerbe wäre wahrlich ein Coup!), sowie Dr. Brigitte & Dr. Gottfried Pixner, Wien 13!

Wir bitten um Verständnis, dass aufgrund der derzeit besonders hohen Arbeitsbelastung des Zeitreisenteams manche Zuschriften (noch) unbeantwortet blieben. Wir werden uns bemühen, dies in nächster Zeit nachzuholen.

Depeschen

"Besonders gefallen" haben Peter Thomas Suschny, Wien 14, "die Dialektausdrücke", die aktuell als Fortsetzungsgeschichte(n) in der Printversion der Zeitreisen präsentiert werden. Zum Thema Baden in Wien (vgl. Volksbad-Geschichte in den Oktober-Zeitreisen, Seite I) steuert der Spurensucher unter anderem Jugenderinnerungen bei. Als Gymnasiast ging er oft schwimmen ins Margaretenbad im 5. Wiener Bezirk: "Am Donnerstag war meiner Erinnerung nach eine Doppeleinheit Turnen und da gingen wir schon damals gemischt Mädchen und Buben gemeinsam ins Bad, natürlich in getrennten Garderoben", aber später war "immer ein gemeinsames Wettschwimmen angesagt".

Spurensucher Suschny empfiehlt auch die (in Nro. 436 in der Kopfnuss, Seite I, erwähnte) Ausstellung im Bezirksmuseum Wien-Wieden (Klagbaumgasse 4), die sich der Institution Tröpferlbad widmet.