Bilanz ziehen - das will ordentlich und in aller Ruhe gemacht werden. Um sich Soll und Haben übersichtlich vor Augen zu führen, konnten Geschäftsleute auf die Produkte der Firma Rudolf Strelez zurückgreifen.

Das hier wiedergegebene Inserat, das am 25. Dezember 1885 in der "Wiener Zeitung" erschienen ist, verspricht darüber hinaus sämtliche "Comptoir-Requisiten", die das kaufmännische Herz begehrt. Begonnen hatte der Betrieb als Buchbinderei und Rastrieranstalt (bzw. nach der alten Schreibweise Rastrir- anstalt - mit kurzem i). Das heißt, es wurde unter anderem in diversen Varianten mit Linien versehenes Papier hergestellt, wobei die Kundschaft auch eigene Entwürfe in Bestellung geben konnte.

Die Adresse der später oft als Geschäftsbücherfabrik bezeichneten Firma war die in der Wiener Innenstadt gelegene Wollzeile 7. In dem bis heute existierenden barocken Gebäude war Ende des 18. Jahrhunderts die berühmte Buchhandlung Stahel untergebracht gewesen. In der Gegenwart residiert u.a. die Kirchenbeitragsstelle der Erzdiözese Wien in dem Haus. (reis)