In Alt-Wien war der "Wilde Mann" wirklich jedem ein Begriff. Die angesehene Gaststätte in der Kärntnerstraße hatte schon im 18. Jahrhundert zu den vornehmsten Adressen gehört, an denen man in der Donaumetropole speisen konnte.

- © WZ-Faksimile: Moritz Szalapek
© WZ-Faksimile: Moritz Szalapek

In der hier wiedergegebenen Annonce, die am 29. Jänner 1842 in der "Wiener Zeitung"-Reklamebeilage "Allgemeines Intelligenzblatt" publiziert wurde, diente der "Wilde Mann" als Orientierungshilfe. Die Putzwarenhandlung "Zur Maske" befand sich nämlich seit kurzem direkt gegenüber in einem neu errichteten Gebäude. Davor war das Geschäft in der nahe gelegenen Bräunerstraße zu finden gewesen.

In der Faschings- und Ballsaison dürfte dieses Mode-Etablissement Hochsaison gehabt haben. In seinem Sortiment fanden sich nicht nur Larven und Masken aller Art, sondern auch "Dominos". Es handelte sich dabei um ein teils reich verziertes mantelartiges Kleidungsstück samt einer Kapuze, das sowohl von Frauen wie auch von Männern traditionell als Verkleidung getragen wurde. (reis)