Ein an die 30m langes Meeresungeheuer war ab 7. August 1850 in der Donaumetropole zu Gast. Albert Carl Koch (1804–1867), damals Unterzeichner der Annonce in der "Wiener Zeitung", hatte die versteinerten Knochen in Alabama, USA, ausgegraben und nach Europa gebracht. Dem paläontologischen Autodidakten und findigen Ausstellungsmacher waren klingelnde Kassen wohl wichtiger als strenge Wissenschaftlichkeit: Es stellte sich heraus, dass Koch sein (zu) gewaltiges Zeuglodon aus mehreren Tieren dieser Art zusammengebastelt hatte – das staunende Publikum mochte das nicht bemerken, Naturforscher schon.