- © Repro: Stefan Koch
© Repro: Stefan Koch

Holprige Straßen, überall Stufen, keine Rampen geschweige denn Aufzüge - ein halbwegs selbstbestimmtes Leben muss für Gehbehinderte Mitte des 19. Jahrhunderts schier unmöglich gewesen sein. Das Dreirad namens "Kommoditeur", das ein Sattler am 14. Oktober 1855 in der "Wiener Zeitung" bewarb, scheint für den alltäglichen Gebrauch in der Stadt nicht gut geeignet. Man kann sich schon eher vorstellen, wie dieser Wagen durch noble Kurorte rollte, die besser auf Behinderte ausgerichtet sein mochten. Das aufwendige Dekor zeigt eindeutig, dass sich ausschließlich wohlhabende Fußmarode so ein Luxus-Gefährt leisten konnten.