Früh übt sich . . . Der Bazar Friedmann mit einer Wiener Filiale auf dem Kohlmarkt 8 und einer auf der Prater-straße 26 (gegenüber dem Carltheater) offerierte im Dezember 1876 Geschenkpakete für Kinder aller Altersstufen bzw. Eltern aller gehobenen Vermögensklassen. Buben und Mädchen waren - die Kästen rechts zeigen es - streng getrennt: Mit Violine, Baukasten und Werkzeugkistchen zog man den männlichen Nachwuchs zu Architekten, Technikern und Künstlern heran; Mädchen spielten sich mit Puppen, Spielzeugküche und Stickbuch auf die künftige Rolle der Hausfrau und Mutter ein. Gewiss hat sich seitdem vieles verändert - das Kinderspielzeug gehört aber nicht dazu. Wer sich wundert, warum alte Stereotype hartnäckig die Zeiten überdauern, braucht nur einen flüchtigen Blick auf das Warenangebot heutiger Spielzeughandlungen zu werfen.