Hohen und höchsten Standspersonen war dieses Vergnügen einst vorbehalten: Bevor das Billard im 19. Jh. in die Kaffeehäuser wanderte, pflog man es vor allem in Palästen - in Frankreich z.B. durch Ludwig XIV. Am Wiener Hof wird 1745 erstmals ein Billardzimmer erwähnt.

Im Biedermeier gehörte der in vielen Varianten gespielte Zeitvertreib mit Kugeln und Queue zum fixen Inventar zahlreicher Etablissements, etwa dem Café Hugelmann in der Leopoldstadt (laut dem Schriftsteller Franz Gräffer die "Universität des Billardspieles") und dem "Silbernen Kaffeehaus" in der Plankengasse (heute Wien 1). Die Literaten Ferdinand Raimund und Nikolaus Lenau konnten Stunden damit zubringen.

Am 4. Oktober 1834 schaltete der Billardtischler Johann Zizula die hier abgebildete Anzeige in der "Wiener Zeitung". Er war es, der 1849 das heute noch existierende Café Frauenhuber in der Inneren Stadt mit Billardtischen ausstattete.