Händewaschen ist eine einfache, aber wirksame Hygienemaßnahme. Doch gerade Ärzte sträubten sich lange dagegen. Oft genug gingen sie direkt von einer Leichensektion zur Untersuchung - mit dreckigen Händen. Das Ergebnis war fatal. Als Ignaz Semmelweis (1818-1865) feststellte, dass die Sterberate unter Wöchnerinnen durch Händewaschen der Mediziner drastisch gesenkt werden konnte, erntete er Hohn und Spott von seiner Kollegenschaft. Erst mit der Zeit setzte sich seine Forderung in der Medizin durch.

Auch im privaten Bereich entwickelte man schließlich ein stärkeres Bewusstsein für Krankheitsübertragung durch Keime. Die hier abgebildete Annonce für einen Seifenspender namens "Excelsior" erschien am 3. Mai 1895 in der "Wiener Zeitung". Das Prinzip war einfach und blieb im Grunde bis heute unverändert: Man füllte Seifenpulver in das Gerät, das per Knopfdruck jeweils eine Portion freigab.