Der Auslandsberichterstattung in unserem Blatt ging Julia Hinterhofer nach. Sie wertete beispielhaft das Nachrichtenaufkommen im Laufe des 18. Jahrhunderts aus Stockholm und London statistisch aus.

Valentin Weidinger interessierte, wie sich Meinung in unserer Zeitung widerspiegelte. Hierzu untersuchte er unter anderem Berichterstattung zur Klosterreform Josephs II. oder zur französischen Nationalversammlung 1789.

Wie änderte sich die Berichterstattung über den Tod der Wiener (Erz-)Bischöfe im Zuge der aufkommenden Aufklärung? Mit dieser Frage setzte sich Michael Otterer auseinander.

Unter dem Schlagwort Medizin als Nachricht befasste sich Renate Gruber mit unserem Blatt als medizinhistorischer Quelle. So kann man der "WZ" vom 13. Jänner 1781 entnehmen, dass fast die Hälfte der Todesfälle von 1780 Kinder unter einem Jahr waren.

Ob das Erdbeben von Lissabon 1755 die Ideen der Aufklärung erschütterte, fragte sich Carmen Schöggl. Mit Nachrichten über die Katastrophe unterstützten zeitgenössische Medien ihre jeweilige Weltanschauung. Das "Diarium" war um "objektive Berichterstattung bemüht".

Nina Schratt nahm Kriminaldelikte und Strafen im "Diarium" 1703ff unter die Lupe. Diebstahl ist das am häufigsten erwähnte Delikt, gefolgt von Mord. Weiters finden sich Bettelei, Hurerei etc.

Die Berichterstattung rund um den Frieden von Nystad, mit dem 1721 der Große Nordische Krieg endete, untersuchte Tobias Hämmerle, der aus dem "Diarium" vom 17. September 1721 zitiert: "Daß Schwedischen Brieffen nach / der Friede zwar seine Richtigkeit haben: man diesen aber / wegen gewissen Ursachen / zu Stockholm mit allem Fleiß noch geheim halten solle."

Von der Tagung berichtete Andrea Reisner